· ÜBER UNS

Die Sergej-Mawrizki-Stiftung setzt sich für den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Ländern der ehemaligen Sowjetunion ein. Sie fördert Projekte aus allen Bereichen der Kunst und Kultur, die dem Dialog zwischen Deutschland und den früheren sowjetischen Staaten dienen.

Die kulturelle Nähe zwischen Deutschland und der Russischen Föderation und deren Nachbarländern lässt sich über mehrere Jahrhunderte zurückverfolgen. Wir wollen diese kulturelle Verbundenheit zwischen unseren Völkern auch in heutiger Zeit fortleben lassen und mit unseren Mitteln unterstützen.

In den Jahren seit ihrer Gründung im Jahr 1998 hat die Stiftung in ihren Veranstaltungsräumen verschiedenste Lesungen und Musikaufführungen, sowie Darbietungen von Tanz und Theater organisiert. Hierbei waren Künstler aus den ehemaligen Sowjetstaaten und aus Deutschland vertreten. Ausserdem wurden wechselnde Ausstellungen darstellender Kunst und Fotografie von zeitgenössischen Künstlern gezeigt. Im Lesesaal der Stiftung wurde eine Reihe Russischer Filme vorgeführt, die insbesondere den deutschen Zuschauern einen weit reichenden Einblick in die russische Kultur und ihre Geschichte geben konnten.

· AUFGABE

Durch Förderung der Stiftung wurde es Künstlern aus der ehemaligen Sowjetunion ermöglicht, für einen begrenzten Zeitraum in Berlin zu arbeiten und aus zu stellen. Die Stiftung verfügt über eine Gästewohnung, die den Stipendiaten während ihrer Zeit in Berlin zur Verfügung gestellt werden konnte. Ferner besitzt die Stiftung einen Lesesaal mit einer umfangreichen Sammlung russisch-sprachiger Literatur.

Seit dem Jahr 2004 ist die Sergej-Mawrizki-Stiftung Förderer des Internationalen Literaturfestivals in Berlin. Unsere Stiftung hilft nicht nur durch finanzielle Mittel, sie ist auch beratend in kulturellen Angelegenheiten tätig. Wir haben ein weit reichendes Netzwerk von Kontakten zu Museen, Galerien und Kulturzentren.

Mit unserem aktuellen Projekt, einem Sprachführer für russisch-sprachige Bürger in Deutschland, wollen wir aktiv einen Beitrag zur Integration von Migranten aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion leisten.

· DIE STIFTERIN

Xenia Mawrizki, geb. Tschepega, wurde am 26. Mai 1909 in Charkow (Ukraine) geboren. Nach der Schule zog sie zum Studium nach Leningrad, wo sie im Jahr 1932 an der Staatlichen Leningrader Universität ihr Diplom als Klimatologin erfolgreich bestand. Bis zum Jahr 1939 arbeitete sie als Lehrerin für Geographie an einem Leningrader Gymnasium. Während ihrer Studienzeit lernte sie ihren künftigen Mann, einen Physiker, kennen, den sie 1933 heiratete.

Nach Ausbruch des Krieges zog sie gemeinsam mit ihrem Mann an die Wolga in die Nähe von Stalingrad, dem heutigen Wolgograd. Als in der Sowjetunion namhafter Wissenschaftler wurde der Mann von Xenia Mawrizki von den Deutschen im Jahr 1943 nach Deutschland gebracht, um dort für deren Interessen zu forschen. Xenia begleitete ihn nach Deutschland.

Nach Kriegsende blieben beide in Deutschland und liessen sich in der Bundesrepublik in der Nähe von Heidelberg nieder. Xenia war eine sehr belesene und wissensdurstige Frau, die ihr Wissen gerne an andere weitergab. In ihrem Beruf als Geografielehrerin arbeitete sie in Deutschland nicht mehr. Stattdessen gründete sie eine Sprachschule und später einen Versand und Einzelhandelsbetrieb für russische Bücher, Schallplatten und Dias, um die russische Kultur in Deutschland aufleben zu lassen und diese ihren Mitbürgern näher zu bringen.


Im Jahr 1999 starb sie in Sinsheim bei Heidelberg. In ihrem Testament verfügte sie, mit ihrem Nachlass eine Stiftung zu gründen, deren Ziel der kulturelle Austausch zwischen Russland bzw. Ländern der ehemaligen Sowjetunion und Deutschland sein sollte, ganz im Sinne dessen, wofür sie selbst sich zu Lebzeiten eingesetzt hatte. Die Stiftung sollte den Namen ihres leider viel zu früh verstorbenen Sohnes Sergej tragen.


21. MAI 2015 | "DIE AKIMUDEN" - Lesung und Buchpräsentation von Viktor Jerofejew



Viktor Jerofejew lehrt im Sommersemester 2015 als Samuel Fischer Gastprofessor an den Freien Universität Berlin.

1947 in Moskau geboren, studierte er Literatur- und Sprachwissenschaft an der Lomonossow-Universität und forschte anschließend am Moskauer Institut für Weltliteratur, wo er 1975 promovierte.
Sein Debütroman 'Die Moskauer Schönheit' (1990) wurde ein internationaler Erfolg und in 27 Sprachen übersetzt. Seither veröffentligte Jerofejew eine Vielzahl an Romanen, Essays, Kurzgeschichten und Reisereportagen, darunter 'Der gute Stalin' (2004) und 'Russische Apokalypse' (2009).

Viktor Jerofejew gilt als einer der bekannstesten Gegenwartsautoren und Kritiker der aktuellen Russlandpolitik. Mit Publikationen in renommierten Zeitungen, wie die Zeit, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und Die Welt sowie der New York Times macht Jerofejew als Essayist und Kolumnist immer wieder von sich reden.
Viktor Jerofejew liest aus seinem Historien-Science-Fiction-Roman 'Die Akimuden' (Hanser, 2013). Mit Blick auf das heutige Russland wird er darüber sprechen, wie es ist, als Schriftsteller im Spannungsfeld Moskau, Paris, Berlin beheimatet und tätig zu sein.



30. MAI 2014 | Lesung: Bernd Wagner - "Die Straße Kräht Coqui", Magdeburger Journal · Ausstellung von seinen Vogelhäusschen



In seiner über 1200-jährigen Geschichte hat Magdeburg 2013 zum ersten Mal einen literarischen Stadtschreiber - den geborenen Sachsen Bernd Wagner - gewählt und ihm einiges geboten: eine Turmwohnung mit Rundumaussicht, Nachtigallenkonzerte, offene Theater- und Museumspforten und nicht zuletzt ein Elbhochwasser von noch nicht erlebten Ausmaßen. Der Preisträger bedankte sich dafür, indem er seine Eindrücke zuerst in einem Blog und nun in einem Buch niederlegte. So vielfältig wie seine Erlebnisse sind die Formen, in die der Autor sie faßt: Buckauer Elegien und Magdeburger Zaubersprüche, Dialoge, Reports und historische Abhandlungen, Zeichnungen und Aquarelle.



14. NOVEMBER 2013 | Russischer Filmabend


4. OKTOBER 2013 | Russischer Filmabend


12. SEPTEMBER 2013 | Literarischer Abend mit Viktor Erofeyev


31. MAI 2013 | Lesung: Jürgen K. Hultenreich · "Die Schillergruft"

"Jürgen K. Hultenreichs Roman ist ein literarischer Glücksfall. Er sei den DDR-Nostalgikern ans Herz gelegt, aber auch all jenen, die gern übergangslos vom Lachen zum Weinen wechseln."
- Freya Klier

"Was der Autor schildert, ist ihm widerfahren. Eine Staatsanwältin ließ den 18-jährigen in die Psychiatrie Pfafferode einweisen. So abschreckend die Verhältnisse in der geschlossenen Anstalt DDR auch immer waren, so faszinierend sind die Gestalten, die in diesem grandiosen Panoptikum agieren."
- Wulf Kirsten


30. APRIL 2013 | Lesung: Marina Orgasmus-Lioubaskina · "Gemorroi oder Marinotschka, du bist so zärtlich"

Marina macht eine poetische Performance, liest aus ihrem Buch "Gemorroi oder Marinotschka, du bist so zärtlich" (erschienen in Zebra E, dem Moskauer Verlag von Viktor Erofeyev) und zum ersten Mal Episoden aus ihrem neuesten Buch.

Vladimir Sorokin über Marinas Buch: "Ein freies, ironisches, witziges und anrührendes Buch. Es ist erstaunlich, dass dies das erste literarische Werk der bekannten Künstlerin ist. Und mann muss sagen: ein mutiges Werk, dass die beeindruckende Stärke und authentische Freiheit der Autorin demonstriert."

Vorwort:
Anne Merbach · Literaturagentin, Übersetzerin, Slavistin
Elena Charlamova · Kulturwissenschaftlerin, Herausgeberin des Almanachs "Berlin - offene Stadt"


26. MÄRZ 2013 | Lesung: Wladimir Sergijenko · "Russisch Fluchen"

Vladimir Sergijenko ist eine authentische Stimme, wenn es um das genussvolle Zelebrieren des Wodka-Trinkens geht. Wer das Trinken einem nahezu magischen Ritual, einem Kultus, unterwirft, so erklärt er, gelangt zu einer ganz neuen Art von Genuss.
Als Wanderer zwischen den Welten Russland und Deutschland (wo er jeweils sein halbes Leben verbracht hat), weiß er, dass man "Russische Seele" auf der ganzen Welt leben kann. Wodka - richtig angewendet - kann ein Vehikel dafür sein und den wahren Genießer auf ein neues emotionales Level bringen. Denn darum geht es beim "richtigen" Trinken: um Gefühle und Genuss, und um Gemeinschaft. Dann entfaltet sich die ganze Magie des Getränks.

Magische Momente untersucht er auch in seinem Buch "Russisch Fluchen". Wie das Trinken gehört das Fluchen zu den volkstümlichen russischen Grund-Disziplinen. Auch hier spielt das tief empfundene Gefühl eine große Rolle. Ein im rechten Moment angewendeter deftiger Kraftausdruck kann eine Situation vollkommen verwandeln, die entspannen und gestaute Emotionen auflösen. Wichtig aber sind immer gutes Timing und Phantasie!


19. MÄRZ 2013 | Lesung: Bernd Wagner - "Den Berliner Blinden", Gedichte und Epigramme · Ausstellung von Hans Scheib


13. JANUAR 2013 2013 | Neujahrsempfang



13. JANUAR 2012 | Neujahrsempfang


8. FEBRUAR 2012 | Filmfrühling


14. MÄRZ 2012 | Filmfrühling


5. APRIL 2012 | Filmfrühling


15. MAI 2012 | Filmfrühling


12. OKTOBER 2012 | Ausstellung Olga Delane · "Landschaft und ihre Gesichter"

Die 2011 entstandene Bilder von traumhaft nebelverhangenen Landschaften aus der Gegend des Baikalsees lassen uns die unwirkliche Weite und Größe der Natur erahnen. Hier ist der Mensch kein selbstverständlicher Teil der Welt, nur ein Gast, der sich sein Aufenthaltsrecht täglich schwer erarbeiten muss. Das zeigt sich auch deutlich im ernsten Gesichtsausdruck der Kinder. Trotz ihrer festlichen Aufmachung - die Bilder entstanden zum Neujahrsfest - sieht man ihnen an, dass der harte Alltag sie prägt, der extreme Winter, das schwierige Leben ihrer Eltern. Die Kinder müssen stark sein, haben aber auch das Glück, inmitten einer überwältigenden Natur aufzuwachsen.


25. OKTOBER 2012 | Lesung: Heimo Schwilk


8. NOVEMBER 2012 | Lesung: Jürgen K. Hultenreich · "Vertuscht. Landschaften, Portraits, Selbstbildnisse"


4. DEZEMBER 2012 | Filmabend: "Endstation Krasnokamensk, ein Heimatsbesuch" von Marianne Kapfer und Olga Delane

Für Atomstrom braucht man Uran, dass in Deutschland aus Rücksicht auf Mensch und Umwelt seit 1990 nicht mehr abgebaut wird. Die 4000 Tonnen Uranbrennstoff, den die deutsche Autindustrie Jahr für Jahr verbraucht, holt man sich jetzt aus Orten wie Krasnokamensk in Russland, nahe der chinesischen Grenze. Lange Zeit war Krasnokamensk eine geheime Stadt, die auf keiner Landkarte zu finden war. Erst durch die Verbannung des Oligarchen Chodorkowskis gelangte Krasnokamensk in die Weltpresse. Ihr Urteil über die Stadt war einhellig: "verstrahlt, verdammt, verlassen, lebensunwert".

Krasnokamensk ist die Heimatstadt von Olga Delane. Nach sechszehn Jahren besucht die den Ort ihrer Kindheit und Jugend. Sie hinterfragt den zweifelhaften Ruhm ihrer Heimatstadt und geht den Widersprüchen zwischen ihrer Erinnerung und der Realität nach. Was wissen die Bewohner, die Schachtarbeiter von der Strahlenbelastung? Wie leben die Menschen dort? Wo ist ihr Vater, den sie nie kennenlernte, der aber in der Stadt blieb?
Der Film zeigt berührend und heiter die schwierige Suche nach den Antworten.



13. JANUAR 2011 | Neujahrsempfang in den neuen Räumen der Stiftung (Lindower Straße 18)


3. MÄRZ 2011 | Lesung: Ulrich Schacht · "Vereister Sommer. Auf der Suche nach meinem russischen Vater"

Es ist Sommer, Christa und Wolodja sind verliebt. Die Deutsche und der sowjetische Offizier träumen von einer gemeinsamen Zukunft. Bis sie verraten werden. Jahrzehnte später spürt Ulrich Schacht der verhängnisvollen Geschichte seiner Eltern nach. Gegen den Widerstand seiner Mutter versucht er, seinen Vater zu finden. An einem Frühlingstag steht er einem Mann gegenüber, von dem er hoffte, dass er sein Vater sei. Ein tief bewegendes Zeitzeugnis, exakt wie ein Geschichtsbuch, anschaulich wie ein Roman.


12. APRIL 2011 | Gitarrenabend Viktor Krysyuk


5. MAI 2011 | Ausstellung junger russischer Künstler


14. SEPTEMBER 2011 | Treffen mit Autoren des internationalen Literaturfestivals

Über die russische Literatur ist die ganze Welt seit Jahrhunderten begeistert. Und das mit Recht.

Erfahren Sie mehr über das Leben und Schaffen russischer Dichter, die Leitmotive ihrer Werke und das Reichtum ihrer Muttersprache mit der Sendereihe "Hauslektüre"!

Im Äther werden auch Ausschnitte aus den Werken russischer Autoren auf deutsch und russisch vorgelesen. Wir freuen uns auf Ihre Lesewünsche!


6. OKTOBER 2011 | 1. Filmabend zu "Andrej Tarkovski"


27. OKTOBER 2011 | 2. Filmabend zu "Andrej Tarkovski"


10. NOVEMBER 2011 | 3. Filmabend zu "Andrej Tarkovski"


4. DEZEMBER 2011 | Filmabend Olga Delane



13. JANUAR 2010 | Neujahrsempfang in Kooperation mit der Katja-Ebstein-Stiftung


4. MÄRZ 2010 | Ausstellung Ukrainische Künstler


16. APRIL 2010 | Filmabend in der Reihe "Russische Filmkunst"


14. MAI 2010 | Filmabend in der Reihe "Russische Filmkunst"


24. JUNI 2010 | Lesung von Bernd Wagner und Ausstellung von Walter Spies


9. JULI 2010 | Musikalischer Abend mit der Georgisch-Deutschen-Gesellschaft


9. SEPTEMBER 2010 | Abend mit Viktor Erofeyev


5. OKTOBER 2010 | Ausstellung: "Zwiegespräche", im Kühlhaus am Gleisdreieck


12. NOVEMBER 2010 | Ausstellung: "Begegnung mit Pirosmani"



13. JANUAR 2009 | Neujahrsempfang


12. FEBRUAR 2009 | "Von den Ölbäumen" · Uwe Kolbe, Jan Wagner, Jean-Yves Klein und Robert Weber


21. JULI 2009 | Sommerfest



13. JANUAR 2008 | Neujahrsempfang


31. JANUAR 2008 | Dokumentationsfilm: Ulrich Schacht · "Auf der Suche nach dem verlorenen Anfang"

Wie der deutsche Dichter Ulrich Schacht seinen russischen Vater fand. (Moderation: Johnalbert Jansen) Film, Lesung und anschließendes Gespräch. Hans Joachim Gauck hielt eine sehr informative und dem anschließenden Film entsprechende menschliche wie bewegende Einführungsrede.


12. FEBRUAR 2008 | Lesung: Jürgen K. Hultenreich · "Die Schillergruft" und neue unveröffentlichte Aphorismen

(Einführung: Wiebke Fischer) Jürgen K. Hultenreich las seine so genannte "Vergessene Erzählung", die mit ihrer teils humorvollen, aber gleichzeitig sehr bewegenden Sprache dem Publikum die autobiographischen Erfahrungen des Autors mit der Diktatur auf eindrückliche Art und Weise nahe brachte.


5. MÄRZ 2008 | Lesung: Luise und Bernd Wagner · "Berlin für Arme"

Moderiert von seiner Tochter Luise Wagner stellte Bernd Wagner sein neues Buch vor.


28. MÄRZ 2008 | Russischer Leseabend · Erich Schwarz · "Auf einer kleinen hölzernen Bank am Rande der Welt"

Texte von Anna Achmatowa, Joseph Brodsky, Daniil Charms, F. Michailowitsch Dostojewsky, Owsej Dris, Maxim Gorki, Igor Gubermann, Alexander Ikonnikon, Ossip Mandelstam, Nowella Matwejewa, Alexander Puschkin, Alexander Vredensky, u.a.


9. APRIL 2008 | Lesung: Richard Wagner · "Das reiche Mädchen"

Moderation von Helmuth Frauendorfer.


29. APRIL 2008 | Lesung: Thomas Roth

Der ARD Korrespondent in Moskau hat sein neues, beim Piper Verlag erschienenes Buch über Russland vorgestellt. An die anschließende Diskussion gab es ein russisches Buffet und russische Musik.


22. MAI 2008 | Lesung: Katja Lange-Müller · "Böse Schafe"

Moderation von Hans Scheib.


10. JUNI 2008 | Lesung und Ausstellung: Zeitgenössische Lyrik und Prosa aus Georgien


9. OKTOBER 2008 | Lesung: Gabriele Leupold, Dr. Franziska Thun Hohenstein, Warlam Schalamow


23. OKTOBER 2008 | Lesung: Irena Brezná


6. NOVEMBER 2008 | Lesung: Hans-Joachim Schädlich · "Trivialroman"


21. NOVEMBER 2008 | Lesung: Dirk Sager · "Pulverfass Russland"


12. DEZEMBER 2008 | Moderation: Michael G. Fritz · "Tante Laura", Ausstellung Jürgen K. Hultenreich



30. AUGUST 2007 | Ulrich Schacht · Lyrik und Prosa

Einführung von Jürgen K. Hultenreich - Ulrich Schacht wurde 1951 geboren, als Kind einer deutschen Mutter und eines russischen Vaters, die beide politisch verfolgt wurden. Er wuchs in der Hansestadt Wismar auf, zunächst lernte er dort eine Handwerkslehre, danach absolvierte er ein Studium der evangelischen Theologie in Rostock und Erfurt. 1973 Verhaftung aus politischen Gründen, 1976 Entlassung in die Bundesrepublik. Es folgte das Studium der Philosophie und Politologie in Hamburg, von 1984 bis 1998 war er leitender Redakteur und Chefreporter bei der "Welt" und "Welt am Sonntag". Seitdem lebt und arbeitet er als freier Autor in Schweden. Zahlreiche Bücher, darunter Gedicht-, Prosa- und Essaybände, Reise- und politische Bücher. Verschiedene Literaturpreise und - Stipendien, 1990 Theodor-Wolff-Preis für herausragenden Journalismus. Mitglied des P.E.N.-Clubs. Zur Zeit amtierender Stadtschreiber von Dresden.


4. OKTOBER 2007 | Heimo Schwilk · Ernst Jünger - Die Biografie

Einführung von Ulrich Schacht © Christian Plambeck - Heimo Schwilk, geboren 1952, Dr. phil., ist Autor zahlreicher Bücher über Politik und Literatur. Er beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Leben und Werk Ernst Jüngers, u. a. veröffentlichte er 1988 eine Bildbiografie über den Autor. 1991 wurde er mit dem renommierten Theodor-Wolff-Preis für herausragenden Journalismus ausgezeichnet. Heimo Schwilk ist leitender Redakteur der "Welt am Sonntag" und lebt in Berlin. Durch die persönliche Bekanntschaft mit dem Dichter Ernst Jünger erhielt er exklusiven Zugang zu Jüngers Nachlass und konnte so ein einzigartiges Bild dieses faszinierend widersprüchlichen Mannes zeichnen. Seine umfassende Biografie beschönigt und entschuldigt nichts, sie macht vielmehr deutlich, warum sich der deutsche Bundeskanzler und der französische Präsident in einer nie gekannten Geste vor Jünger und dessen Lebenswerk verneigten.


12. DEZEMBER 2007 | Uwe Kolbe · "Diese Frau", Liebesgedichte

Uwe Kolbe ist ein deutscher Lyriker und Prosaautor. 1976 wurden auf Vermittlung von Franz Fühmann erste Texte von Kolbe in der Literaturzeitschrift "Sinn und Form" veröffentlicht, ab 1979 war Kolbe freier Schriftsteller. 1980/81 absolvierte er ein Sonderstudium am Literatur-Institut "Johannes R. Becher". 1989 erhielt er eine Gastdozentur in Austin/Texas. 1996 trat er aus Protest gegen die Vereinigung mit dem Deutschen P.E.N.-Zentrum (Ost) aus dem P.E.N.-Zentrum der Bundesrepublik Deutschland aus. Von 1997-2003 war er Leiter des Studios Literatur und Theater der Universität Tübingen. Er lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Kolbe ist Mitglied der Freien Akademie der Künste zu Leipzig. Das zerfahrene Leben vor und nach seiner Ausreise aus der DDR 1987 spiegelt sich in seinen Gedichten, die der in Potsdam geborene Grafiker Hans Scheib mit wunderschön anachronistischen Farbholzschnitten illustriert hat. Manche Gedichte verweigern sich der Rezeption - schließen sich ab in sich selbst. Nur selten wird das Leben als schreibender Widerständler so deutlich wie in dem Gedicht "Kürzere Stanze".


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